På gårdagens stigar

Ein Wanderweg in die Vergangenheit

Text John Käll
1. "Jätta-kast" und "Die Kammer von Blom"
Dieser Findling, ein Gedenkstein der letzten Eiszeit, hat den Stoff für einige volkstümliche Geschichten geliefert. Man nennt den Findling "Bloms kammare", weil man sich erzählt, daß unter einem überhang auf der Rückseite ein umherwandernder Geselle namens Blom des öfteren einen übernachtungsplatz gefunden hat, wenn er in der Gegend war. Gemäß einer anderen Sage, von "Petter auf Liarna" erzählt, soll sich einmal eine schwangere Frau in letzter Sekunde vor einem angreifenden Wolf gerettet haben, indem sie auf den Steinblock kletterte. Von dort oben aus hatte sie mit Hilfe eines langen Stocks den Wolf sich so lange vom Leib gehalten, bis durch ihre gellenden Hilferufe Laute von naheliegenden Höfen herbeikamen und den Wolf vertrieben.
2. Ruin der Kate von Shagga-Katrin
Hier sieht man die Ruine einer Kate, an drei Seiten in einen Erdhügel eingegraben. Nur der Dachstuhl und Teile des einen Giebels waren aus Holz. Diese Giebelseite war oft die Südseite und hatte eine Eingangstür und ein kleines Fenster, durch das sparsames Licht in den einzigen Raum der Kate drang. Eine einfache aus Feldsteinen gemauerte Feuerstelle diente zur Erwärmung und zum Kochen. Diese Kate hier wurde von Gunnar-Olof Hyltén-Cavallius in "Värend och Virdarna", herausgegeben 1854, als typisches Beispiel genannt. Der letzte Bewohner soll eine Witwe, genannt "Shagga-Katrina" gewesen sein, nach deren Tod um 1890 die Hütte verfiel. Ein wenig Ackererde um die Kate herum machte es möglich eine magere Ziege oder vielleicht ein paar Hühner oder auch eine Katze zu halten.
3. Ruine einer Wassermühle (mit wagerecht angebrechtem Treibrad)
Eine kleine Mühle einfachster Art mit nur ein paar Steinen. Der rotierende obere Stein wurde von einer senkrenchten Achse getrieben, an dessen unterem gemahlen, das Getreide konnte nicht geschält werden. Diese Mühlen lagen oft, wie hier, an kleinen Rinnsalen und konnten deshalb in der Regel nur betrieben werden, wenn es genug Wasser gab im Frühjahr und Herbst. "Skvalt"-Mühlen waren im Gegensatz zu Radmühlen nicht steuerpflichtig.

4. Opferquelle
Diese Quelle hat laut Ortsbevölkerung immer Wasser geführt, auch während der extremsten Trockenzeiten. Deshalb wurde sie für übernatürlich gehalten. Warf man eine Münze (Opfer) in die Quelle glaubte man daß Wünsche leichter in Erfüllung gingen. Kurz nach der Jahrhundertwende hat man hunderte von Münzen geborgen und an einen Sammler in Älmhult (Petter Dahl) verkauft. In alter Zeit war die Quelle von Wiesen umgeben und lag in einer landschaftlich schönen Umgebung. Man beachte die hübschen, wohlgemauerten Grenzmauern, etwa 30 Meter rechts von der Opferquelle entfernt, die die Gebrüder Ernst und Nils-Petter Svensson Anfang des 19. Jahrhunderts hier errichteten.

5. Steinmauer (es gebaut wurde)
Småland ist bekannt für seine unendlichen Steinmauern, die längs Äckern und Feldwegen laufen. Sie stellen nicht nur ein Charakteristikum für die Landschaft, sondern auch ein Monument über die harte Arbeit früherer Generationen dar. So schreibt Assistent Gunnel Holmér, Smålands Museum, im Kronobergs-Buch 1979. Es gibt viele verschiedene Typen von Steinmauern, die häufigste in unserer Gegend ist jedoch die sog. "Doppelmauer", die auf der Abbildung zu sehen ist. Sie besteht aus zwei Kanten, gemauert aus großen Steinen, zwischen die dann kleine Steine gefüllt wurden. Als erstes wurde jedoch ein Graben bis in einigermaßen frostfreie Tiefe ausgehoben, der schließlich mit Steinen gefüllt wurde. Darauf wurde dann die Mauer errichtet. Die Seiten sollten ein wenig nach innen, gegeneinander geneigt sein, um stabil zu stehen. Eine schöne Steinmauer zu verlgen, war natürlich eine äußerst anstrengende und zeitraubende Arbeit, der Lohn für die Arbeit waren jedoch ein steinfreier Acker und wartungsfreie Grenzmauern. Gewisse, heute noch voll erhaltene, sehr schöne Mauern zeugen von einer imposanten Berufsgewandtheit. Wie es möglicherweise beim Mauerbau zugegangen sien könnte, zeigt die Skizze hier oben.

(Photo)

6. Meilerstätte und Ueberreste einer Köhlerhütte
Ein Meilerplatz ist der Rest eines Kohlenmeilers, wo Holzkohle hergestellt wurde. Ein Meiler war folgendermaßen aufgebaut: Von der Mitte ausgehend wurden Holzstämme gegeneinander gelehnt aufgestellt und mit Holz, vorzugsweise Laubholz, rundherum bis zur gewünschten Größe aufgebaut (ca 200 m3). Um den Meiler führte ein Graben. Der Holzstapel wurde dann mit Erde und Reisig abgedeckt, um ihn nach dem Anzünden an einigen Löchern am Fuße unter Kontrolle halten zu können, sodaß kein offenes Feuer entstehen konnte. Die gewonnene energiereiche Holzkohle wurde als Brennstoff bei der Herstellung von Eisen aus See- und Sumpferz verwendet. Hier, im südlichen Teil der Gemeinde Pjätteryd kann man hunderte von Meilerstätten, überreste von Kohlenmeilern vorfinden. Ganz in der Nähe des Meilers hatte der Köhler oft eine kleine Hütte als Unterschlupf gegen Wetter und Wind und zum Zubereiten seiner einfachen Mahlzeiten. Die Hütte war aus Rundholz aufgebaut und mit Tannenreisig und Erde bedeckt. Im Innern gab es eine einfache offene Feuerstelle, eine oder zwei Pritschen aus Tannenreisig. Der Boden mit nur zwei drei qm bestand aus gestampfter Erde. Eine solche Hütte war notwendig, denn der Köhler mußte seinen Meiler rund um die Uhr ca drei Wochen lang bewachen. So lange dauerte es nämlich, bis ein Meiler von normaler Größe verkohlt war.

7. Teerrinne
Ein Teertal oder eine Teerbrennerei besteht aus einer an einem Hügel gegrabenen Ende der Rutsche mit Steinen gesäubert und glatt getrampelt wurde. Am unteren Abschlußder Rinne bildete ein aus Steinen gemauerter, mit Erde bedeckter Wall. Ganz unten am Boden der Rinne befand sich ein Lock im Wall, durch das der Teer in Sammelgefäße rann. Zur Teergewinnung füllte man die Rinne gehäuft mit kleingehacktem harzreichen Kiefernholz. Das ganze wurde mit einer dicken Schicht Tannenreisig und Erde bedeckt, um falschen Zug zu verhindern. In einer Öffnung an der Spitze wurde jetzt beluchtet und ein Gebläse für Hetze verbunden, so dass sich das Harz effektiv aus dem Pinienwald geschmolzen. Mit dem Schmelzel des Harzes und der Verkohlung des Holzes arbeitete man sich mit dem Blasebalg langsam die Rinne entlang nach unten. Das Harz (der Teer) rann allmählich in der Rinne nach unten und durch das Loch ganz unten in dem Wall, wo es in dafür vorgesehenen Gefäßen aufgefangen wurde. Teer stellte in alten Tagen eine nicht unwesentliche schwedische Exportware dar.

8. Teerkiefer
Ehemalige 1850 diese Gegend üblichen Weg, um Feuerholz zum Kochen tar beschaffen war "Melken" wachsenden Kiefern. Man erstochen, das Entfernen der Rinde von einem kleinen Bereich am unteren Rand der Kiefer, im ersten Jahr, etwa 30 cm aus dem Boden. Reichlich Harz gegossen dann in die Wunde und dann jährlich verlängert nach oben etwa 15 cm bis sechs Fuß erreicht aus dem Boden. Es war große alte Kiefern, die in myrkanter wuchs. Nach drei bis vier Jahren so geschnitten werden konnte von der Wunde, muss jedoch eine Beschädigung der Kernholz. Die weggeschnitten das Holz war sehr harzreiche und gab viel Teer, wenn in einem Tar Pit verbrannt. In seiner "Reise in Skåne", sagt Carl von Linne auf umfangreichen "tjäruverkning" hier in Linn Bezirk.

9. Kiesgrube
Aus einem solchen Hügel, bestehend aus Sandboden oder "Jetter", der an einem Wegrand lag, wurde das Material für den Straßenbelag gewonnen, wenn eine Verbesserung nötig war. Die Grube, die nach Entfernung der Erde entstand, nannte man "Mohåla". Die größeren Wege vergangener Zeiten waren in sog. "Brosträckor" (Brückenstrecken) eingeteilt. Dies bedeutete, daß jeder Hof die Wartungspflicht für einen bestimmten Streckenabschnitt innehatte, dessen Länge von der Größe des Hofs abhing. Ein flacher Stein, genannt "Brosten", der am Wegrand aufgestellt wurde, gab den Namen des Hofs an und die Länge des Streckenabschnittes, der in einigermaßen fahrbarem Zustand zu erhalten war. Nach der Gründung des Staatlichen Straßennamtes mitte der 20er Jahre wurde die "Bropflicht" auf öffentlichen Straßen aufgehoben. Die Brosteine, die vorhanden waren, wurden unter Denkmalschutz gestellt und dürfen weder entfernt noch beschädigt werden. Der Weg, der hier vorbeiführt, ist sehr alt. Er ist auf der ersten Karte über den Sunnerbo Bezirk, herausgegeben 1685, als öffentlicher Weg verzeichnet und hat sicherlich bereits lang vor dieser Zeit existiert.
10. Bisterhyltan, ein verlassenes Gehöft mit einem merkwürdigen Brunnen und den Ueberresten einer Werkzeug- und Waffenschmiede
Ein Hof mit 30 Hektar am Rande des Dorfs Bostad. Der Hof wurde Anfang des 18. Jahrhunderts gegründet und wurde vom selben Ahnengeschlicht bis Ende der 40er Jahre unseres Jahrhunderts, als die Landwirtschaft niedergelegt und die Häuser abgerissen wurden, bewirtschaftet. Neben der Landwirtschaft wurde eine kleinere Schmiede betrieben (siehe besonderes Schild!). Die Bezeichnung "Bister" im Namen des Hofes soll von Bast stammen, was auf das Vorkommen von Linden hindeutete, von dessen Innenrinde Bast für Schnüre und Taue hergestellt wurde. "Hyltan" ist eine Verzerrung von "Hult", was Laubwald bedeutet, in diesem Fall scheinbar reich an Linden. Eine Linde steht noch an der Scheunengrundmauer. Mitte der 60er Jahre wurden auf dem Ackerland Tannen angepflanzt.
Das einzige, was von diesem Ort, noch übrig ist, sind der eigenartige Brunnen aus flachen Steinen, ein Haufen Sand, Lehm und Steine von der Grundmauer des Wohnhauses und links davon ein gehauener Steinfuß. Der Steinblock war der Grund für die in der Gegend berüchtigte "Besterhåltasmean", eine kleine Schmiede, wo noch vor gar nicht so langer Zeit "Schwerter und Pflugscharen", d h Steinschloß gewehre und die gefragten "Besterhåltahackånå", Kartoffelhacken von besonderer Form und Qualität geschmiedet wurden.

11. Viehgang
Wenn das Vieh in den alten Tagen der Beweidung wurde in Weideland oder Wald gebracht, es war von einem "Kuh Pfad. Es könnte aus dem Stall auf die Weide gehen. Fägatan bestand aus zwei parallel Rock aus Holz oder, wie hier, die Mauern. Bei der Eröffnung des Waldes gab es ein Tor, oder wie es auch genannt wird, ein "Lächeln". Hier werden die Tiere bewusstlos oder in der Früh und am Abend. Sie waren natürlich nicht in einem Feld oder einer Wiese bis nach der Ernte im Herbst weiden. In den frühen 1800er Jahren, sind die Zäune fast immer aus Holz, sondern aus Holz und Stein Mangel Clearance veranlasste das Unternehmen, in Aufmachungen Mauern aus Stein. Dann musste man den praktischen Einsatz der Steine​​, die euch aus den Feldern und einem Zaun, "ewig" gedauert.

12. Reste eines Pechkochofens
Daß Pechkochen in Pjätteryd eine gewähnliche Beschäftigung war, geht daraus hervor, daß die Bewöhner von Pjätteryd in der Nachbargemeinde "Pechengel" genannt wurden. Das Pechkochen ging so vor sich, daß man eine aus Stein aufgemauerte Feuerstelle errichtete und einen großen Eisentopf darüberstellte. Dieser wurde mit Teer gefüllt, oft frisch gebrannt in einer nahegelegenen Teerbrennerei. Man entzündete ein Feuer unter dem Kessel und kochte den Kochen vorsichtig sein, daß das Feuer nicht zu heftig wurde und der Teer nicht überkochte und dadurch Feuer fing. Es wurde mehrere Stunden lang gefeuert unter ständigem Umrühren des Teers mit einer langen Stange. Der Teer ging allmählich in Pech über, wurde sehr zähflüssig, konnte aber solange er warm war in tütenförmige Behälter aus frischer Fichtenrinde gefüllt und dann verkauft werden.

13. Pestfriedhof
An diesem Platz wurden Menschen begraben, die Epidemien von Cholera oder Pest zum Opfer gefallen waren und aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht zum gewöhnlichen Friedhof transportiert werden durften. Die Toten muss auch so schnell wie möglich unter die Erde kommen, weshalb die üblichen Zeremonien unter Anwesenheit eines Priesters nicht durchgeführt werden konnten. Viele Leichen wurden im selben Grab und vermutlich ohne Sarg begraben. Gemäß der Volkstradition wurde diese Begräbnisstätte spätestens bei der großen Choleraepidemie Anfang des 18. Jahrhunderts benutzt. Die Ortsbevölkerung hat alle Zeit großen Respekt und Ehrfurcht vor diesem Platz (Kirchenacker) gezeigt, der trotz früherer Bewirtschaftung des Landes um diesen Platz herum immer unberührt geblieben ist. Gespenster und Geister sollen sich auch auf dem kelinen Hügel demjenigen offenbart haben, der sich nachts diesem Platze näherte!

14. Damm und Ueberreste eines wassergetriebenen Dachschindelhobels
Laut überlieferung hat man mit einem wasserradgetrieenen Schindelhobel die Schindeln zum Dachdecken hergestellt. Im 19. Jahuhundert und bis zu den 30er Jahren dieses Jarhunderts waren Schindeln das dominierende Dackdeckungsmaterial hier in der Gegend. Diese Schindeln, ca 4 mm dick, waren ungefähr 45 cm lang und 10 bis 15 cm breit. Sie wruden mit überlappung in Reihen längs dem Dach gelegt, mit einer Verschiebung zwischen den Reihen um ca 15 cm. Man begann mit dem Verlegen der Schindeln ganz unten am Dach. Sie wurden mit sog. "Dachnägeln" (2 Zoll Drahtnagel) genagelt und zwar mit einem Nagel im oberen Teil des Schindels, sodaß die Nägel von der nächsten Schindelreihe gedeckt wurden. Ein gutes Schindeldach hielt ca 15 Jahre.

15. Brännefalls Wiese (Moor, wo Heu geerntet wurde)
"Brännefalls äng", wie der offene Sumf hier vor uns genannt wird, ist ein vor langer Zeit zugewachsener Teich, dessen letzter Rest der Tümpel beim Hobeldamm ist. Im 19. Jahrhundert und bis in die 30er Jahre dieses Jahrhunderts wurde hier See- und Sumfgras gemäht. Im August, wo es meist am trockensten war, wurde das Gras mit der Sense gemäht und zusammengerecht. Bei günstigem Wetter trocknete es schnell. War der Boden auf der Wiese zu nass und zu weich für Pferde oder Ochsen, mußte man das trockene Heu mit Heugabeln in Schuppen am Rand der Wiese tragen. Im Winter, wenn der Boden gefroren war und Schnee lag, konnte dann das Heu mit Schlitten und Zugtier nach Hause transportiert werden. Die Wiese gehörte den Dörfern Sjöastabygd und Boastad. Dies ist auch heute noch so, obwohl heute kein Heu mehr gewonnen wird.

16. Kartoffelgrube
Im 18. Und 19. Jahrhundert wurden derartige Gruben als Winterverwahrungsplatz für die Kartoffeln verwendet, die auf einem sog. Schwendeland, d.h. einer gerodeten Waldfläche, geerntet wurden. Man sähte in der Asche, das erste Jahr Roggen, im zweiten Jahr setzte man Kartoffeln. War der Weg zum Schwendeland schwer begehbar, wartete man mit dem Heimtransport der Kartoffelernte bis zum Winter. Auf gefrorenem Boden und im Schnee war es ja einfacher für Zugtiere und Schlitten voranzukommen. In der Zwischenzeit wurden die Kartoffeln in einer solchen Grube in der Nähe des Schwendelandes aufbewahrt. Wie man sieht, liegt diese Kartoffelgrube am Rand eines Meilerplatzes, was darauf deutet, daß man nach dem Kohlen auf der freien Fläche Kartoffel anbaute. Vielleicht hat man sogar Kohlengestübe als Isolierung über die in der Grube verwahrte Kartoffelernte gelegt.
17. Ruine von "Knektatorp" (einer Soldatenkate)
Hier entschloß sich "HÖKHULTS RIEGE" (Nr. 130)" Anfang der 1870er Jahre eine neue Soldatenkate zu bauen. Die Riege hatte gerade einen neuen Soldaten gedungen, Kristoffer Johansson, ELMQUIST. Der junge Mann, der sich am 19.4.1873 anwerben ließ, brachte aus ungeklärten Gründen seine zukünftige Ehefrau nicht dazu, hierherzuziehen, obwohl sie von dem schönen Haus und ungebrauchtem Ackerboden wußte. Die Weigerung der Soldatenfamilie sich hier niederzulassen, hatte zur Folge, daß die Arbeit eingestellt wurde, als das Fundament, das eine Scheune hätte werden sollen und von dem wir hier Reste sehen können, fertig war. Da dies gegen Ende der Existenz der Einteilungsbehörde geschah, kam der Bau nicht wieder in Gang und wurde also keine Soldatenkate. Der Ort wurde von der Ortsbevölkering trotzdem "KNEKTAHAVEN" genannt. Zu dieser Zeit gab es hier keinen Tannenwald wie heute, sondern die Landschaft war offener mit Lubwaldhainen.
18. Fossil Brandrodung
Schwendewirtschaft war bis Ende des 19. Jahrhunderts eine gewöhnliche Anbaumethode. Man holzte ein Gebiet, das man für fruchtbar hielt, ab. Verwendbares Holz wurde verwertet, während man Zweige und Reisig in die Mitte des Platzes warf, sodaß rundherum ein Ring von ein paar Metern Breite entstand, wo kein brennbares Material lag. Danach zündete man den Haufen an, am besten bei feuchter Witterung, um nicht einen Waldbrand zu verursachen. Man rodete so das ganze Schwendeland. Die Asche diente als Düngemittel beim Anbau von Roggen oder Kartoffeln im ersten Frühjahr. Nach 3-5 Jahren ließ man das Schwendeland wieder mit Wald bewachsen, da dann die Nährstoffe erschöpft waren und die Ernte zu schlecht wurde. Es gab auch die Möglichkeit zum Düngen und zur Verwendung als bestehender Acker. Schwendewirtschaft ist eine mehrere tausend Jahre alte Anbaumethode. Hier oben auf der Anhöre kann man kleine Grenzmale sehen, die zeigen, daß hier ein Schwendeland war, wahrscheinlich Anfang des 19. Jahrhunderts. Wie man sehen kann, gibt es hire auch Reste von Teerrinnen und einem Pechkochofen.
19. "Jordbäralyckan", ein verlassenes Gehöft Dieser Hof mit dem eigentümlichen Namen "Jordbäralyckan" wurde zuletzt von einem Mann namens Petter Jönsson und seiner Familie bewohnt. Im Volksmund wurde er ""rotta-Pettern""genannt, niemand weiß warum. Man erzählt sich jedoch, daßer bis hin zu seinen letzten Lebenszügen ein besonders heftiges Temperament besaß. Seine Ehefrau wagte sich nicht einmal ans Bet heran, als er im Sterben lag, sondern reichte ihm das Essen mit einem "Brödgresla"! Dies ist eine lange Stange mit einer runden Holzscheibe an einem Ende, womit man das Brot in den Backofen schob. "Jordbär" sind wilde Erdbeeren. Der Hofname deutet also darauf hin, daß eine Menge dieser leckeren Beeren vorhanden waren. "Lycka" stammt von dem Wort "lyckt" = abgeschlossen. Ein Schwendeland oder eine nauangebautes Gebiet im Wald wurde oft "Lycka" genannt, wenn es mit einer Steinmauer oder anderer Umzäunung umgeben und somit für Haustiere, die im Wald weideten nicht zugänglich (lykt) war. Die Häuser hier wurden Anfang des Jahuhunderts abgerissen, der Acker wurde jedoch teilweise bis in die 50er Jahre bewirtschaftet.

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